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Danke fürs Zuhören

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Stehen trotz lauter Musik und Piercings noch zu mir: meine Ohren.

Meine Ohren sind weich wie Gummi, lassen sich ohne Weiteres wie ein Dürüm zusammenrollen und sind lediglich im XXL-Format erhältlich. Weshalb ich trotzdem danke sage.

Euch passen reguläre In-Ear Kopfhörer nicht. Die fallen einfach wieder raus. Aber ich verzeihe euch. Es ist ohnehin niemand perfekt, also wieso solltet ihr es auf einmal sein? Vielleicht stösst ihr die Kopfhörer auch einfach ab, weil ich zugegebenermassen ein paar Mal zu häufig auf das Plus Symbol beim Volumenregler gedrückt habe. Wer weiss das schon. Auf diese Weise schützt ihr zumindest mein Gehör. Danke dafür.

Auch dass ich euch sechs Mal einer Piercingpistole zwecks Körperkult ausgesetzt habe, konnte euch nicht vergraulen. Ihr habt lediglich ein bisschen getrotzt. Vernarbungen und so. Für schwerwiegende Infektionen hattet ihr aber nix übrig – zum Glück. Lediglich ein einziges Mal wolltet ihrs dann aber doch wissen. Wie sich eine Mittelohrentzündung wohl anfühlt? Es gefiel euch offenbar nicht. Die Schmerzen blieben mir seit jeher erspart. Danke dafür.

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Lassen sich ohne Mühe wie ein Dürüm zusammenrollen.

Aber auch ein paar harte Jahre durfte ich mit euch zwei Schlawinern durchstehen. «Flumserberg», das war der Spitzname, der mir durch eure überdimensionale Anwesenheit zu Teil wurde. Nicht lange, nur bis unsere Klasse dem freiwilligen Skilager am gleichnamigen Ort wieder den Rücken zukehrte. Aber immerhin, ihr beiden habt zu mir gehalten. Danke dafür.

Auch in Sachen Körpersprache seid ihr voll dabei. Halte ich einen Vortrag, entscheidet ihr kurzerhand für mich, dem ganzen Seminarraum klar und deutlich zu signalisieren: Hey, alle mal herschauen, hier ist jemand mehr als nervös. Rot wie eine Ampel, kaum zu übersehen. Aber immerhin sind die Leute dann von diesem optischen Warnschild so abgelenkt, dass ihre Aufmerksamkeit meiner Präsentation gegenüber nicht existent ist. Auch gut, so muss ich mich am Ende keinen Fragen stellen, deren Antworten ich ohnehin nicht kenne. Danke dafür.

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Im Winter verstecke ich euch unter einem dicken Stirnband. Ihr beklagt euch nicht – oder vielleicht kann ich es auch einfach nicht hören. Danke auch dafür.

Ach ja und danke fürs Zuhören.

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Natalie vom Migros Beauty Team, publiziert am 17.05.2017