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Doktor Natur

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Gesichtspflege aus dem Reagenzglas der Natur: Alter Apfelsorten, knackige Trauben oder die Essenz spriessender Krokus-Zwiebeln. Wusstest du, dass die Natur als Vorbild für viele Anti-Aging-Crèmes dient?

Dr. Bernhard Irrgang, verantwortlich für die Forschung und Entwicklung bei der Mibelle Group, dem international tätigen Hersteller vieler kosmetischer Eigenmarken von Migros, erklärt, warum die Natur auch für die Wissenschaft oft so perfekt ist.

Für den Apfel-Wirkstoff bei Zoé wird eine alte Apfelsorte eingesetzt, die besonders lagerstabil ist. Die Idee ist, dass das, was für den Apfel gut ist, auch für die Haut etwas bringt.

 

Und die Traube, knackig wie sie ist, wird damit zum Vorbild für eine straffe Gesichtshaut? 

Ja, so in die Richtung geht es. Der Traubenwirkstoff aus der Gamaytraube hat einen hohen Anteil an Substanzen (Polyphenole), die die Haut vor Stress aus UV-Licht schützen können - wie auch die Traube sich vor Sonne schützt.

 

Das ist spannend.

Sehr. Aber besonders interessant finde ich die Geschichte um den Wirkstoff, der aus Krokuszwiebeln gewonnen wird. Die Krokusse, meist die ersten Pflanzen im Frühling, gelten ja als Zeichen von Jugendlichkeit. In ihren Zwiebeln finden sich ganz wertvolle Wirkstoffe, die auch der Haut im Kampf gegen die Alterung helfen.

 

Sind das Zufallsentdeckungen oder forschen Sie und ihr Team bewusst nach solchen Mechanismen in der Natur? 

Das Motto unserer Forscher der Mibelle Biochemie lautet: «Inspiriert von der Natur, durch die Wissenschaft realisiert». Bis es aber zum fertigen Produkt kommt, gehen da, im wahrsten Sinne des Wortes, oft lange Reifeprozesse in unseren Labors voraus.

 

Auf den Zoé Produkten stehen jeweils Altersempfehlungen. Ist es nicht sowieso gut, schon früh (also unter 30) mit entsprechenden Anti-Aging-Produkten zu beginnen?

Natürlich ist es notwendig, sich schon sehr frühzeitig um die Hautpflege zu kümmern. Die ersten Erscheinungen der Hautalterung haben wir ab Mitte 20. Daher ist es sinnvoll, der Haut regelmässig etwas Gutes zu tun. Immer hilfreich ist zum Beispiel, sie mit feuchtigkeitsspendenden Produkten zu verwöhnen.

 

Hightech-Kosmetika in Ehren. Aber: Lachen und Glücklichsein sind auch nicht zu unterschätzen gegen Zornesfalten oder einen fahlen Teint. Was machen Sie persönlich für den «Innersmile»?

Ich jogge gerne und fahre gern Velo, dazu muss das Wetter nicht mal gut sein. Das hilft mir nach stressigen Tagen immer ausgezeichnet, um meine innere Balance wieder zu finden. Bei längeren Ausdauereinheiten wird ja sowieso ein Glückshormon ausgeschüttet. Ganz natürlich also!


Martina vom Migros Beauty Team, publiziert am 09.05.2017