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Dünne Haare pflegen: Tipps für mehr Volumen

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Text: LaBelle – Das Magazin für Schönheit und Wohlbefinden der MigrosFotos: TrunkArchive

Dickeres Haar mit viel Volumen ist der Spitzenreiter auf der Wunschliste von Frauen. Haar-Experte André Rehmann verrät, wie sich der Traum von dicken Haaren verwirklichen lässt und was gegen trockene Haare hilft.

1. Neue Produkte für dicke Haare

Ob uns eine dicke Mähne oder ein zarter Schopf wächst, ist genetisch bedingt. Etwa jede vierte Frau hat, laut Statistik, feine Haare. Diese haben einen geringeren Durchmesser und eine labilere Struktur als dicke Haare. Folglich fällt die Frisur oft energielos und platt zusammen.

Mittlerweile kann der Traum von dickerem, vollerem Haar aber in Erfüllung gehen. Die neuen haarverdickenden Produkte arbeiten mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen. Dazu gehören Proteine wie etwa das Keratin, der Hauptbaustein unseres Haares, oder vitaminähnliche Substanzen. «Diese Inhaltsstoffe haben eine ähnliche Wirkungsweise», sagt André Rehmann von AR Hair Cosmetics und erklärt: «Sie legen sich um jedes Haar herum, dringen teilweise in die Haarstruktur ein oder rauen diese leicht auf.» Dadurch scheint das Haar nach aussen hin kräftiger und üppiger.

Tatsächlich lässt sich die Stärkung der Haarsubstanz im Labor nachweisen. Experte André Rehmann erläutert «Den aufplusternden Effekt spürt man vor allem, wenn man in die Haare hineingreift.» Das Haar fühle sich – meist schon nach einer oder ein paar wenigen Anwendungen – kräftiger an.

2. Dicke Haare dank Kieselsäure

Lässt sich das Problem von dünnen Haaren auch an der Wurzel anpacken? Ja, lautet das Fazit einer deutschen Studie: Nach der sechsmonatigen Einnahme von Silizium, auch bekannt als Kieselsäure, verdickte sich bei den Studienteilnehmerinnen das Haar um 13 Prozent. Dieses natürliche Spurenelement ist in Lebensmitteln wie Kartoffeln, Hafer und Hirse enthalten.

Als Märchen entpuppt sich hingegen die Behauptung, durch regelmässiges Schneiden der Spitzen würden die Haare dicker nachwachsen. Vorteile hat der Nachschnitt dennoch, weiss André Rehmann: «Wenn die ausgedünnten Spitzen wegfallen, wirkt auch das dünne Haar optisch voller.»

3. Glanz statt trockene Haare

Glänzende Haare sehen gesünder und voller aus als trockene Haare. Natürlicher Glanz entsteht, wenn die Schuppenschicht unserer Haare geschlossen ist, denn nur so kann das Licht reflektiert werden. Kaltes Wasser hilft, die Schuppenstruktur zu schliessen. Deshalb empfiehlt es sich, die Haare nach der Wäsche kalt abzuspülen, vor allem nach dem Bad im Pool oder im Meer.

Auch Säure sorgt für mehr Glanz und dicke Haare. Als Hausmittelchen kann man Essig oder Joghurt auf die Haare auftragen. Aber auch die meisten Conditioner funktionieren auf einer leicht säuerlichen Basis.

4. Farbspiele im Haar zaubern Volumen

Mit Farbe kannst du mehr Volumen ins Haar zaubern. Angesagt sind natürliche Nuancen und mehrtönige Schattierungen statt des klassischen Uni-Haartons. Der sogenannte Ombré-Look – dunklere Töne, die gegen die Spitzen hin heller werden – bleibt en vogue. Auch etwas hellere Strähnchen – egal ob beim Rot- oder beim Blondton – bringen Dynamik ins Haar. Denke bei einer Koloration an die anschliessende Pflege. Diese ist wichtig, um trockene Haare zu vermeiden.

Wer mit der Idee eines Farbwechsels spielt, sollte bis nach den Sommerferien warten. Sonne, Salz- und Chlorwasser bleichen das Haar aus. Um die Zeit zu überbrücken oder um graue Haare zu kaschieren, kann man die Ansätze selbst färben. Der nachwachsende Ansatz lässt feine Haare nämlich oft noch dünner erscheinen. Für ein natürliches Ergebnis die Farbe auf den Ansätzen einwirken lassen und kurz vor dem Auswaschen auch die Längen damit durchkämmen.


La Belle vom Migros Beauty Team, publiziert am 7.5.2016