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Haare selber färben: Was zu beachten ist | Migros Beauty

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Mehr Glanz, weniger graue Haare, mehr Farbe, weniger Aufwand? Alles über DIY-Haarcolorationen und welche für dich geeignet ist.

Schon die alten Römer tauchten ihre Kämme in Essig, um damit ihre Haare etwas aufzuhellen. Heute geht es wesentlich einfacher – und auch sanfter für die Haarstruktur selbst. Die Haare zu colorieren ist eine der schnellsten Arten, seinen Look aufzufrischen. Doch wie geht das genau mit den Haarcolorationen für Zuhause? Wir haben die gängigsten Methoden und ein paar Tipps zum Sicheren Gelingen zusammengetragen!

 

Colorations-Art

Zuerst mal die wichtige Frage: Möchtest du eine dauerhafte Farbveränderung oder lieber etwas Temporäres? Bei Haarfarben für Zuhause unterscheidet man generell zwischen einer Soft-Coloration (semi-permanent) und einer dauerhaften Coloration (permanent). 

Generell wäscht sich eine semi-permanente Tönung in 10 bis 25 Haarwäschen aus, wobei sich Rottöne am längsten im Haarschaft halten. Deshalb kann eine Tönung meist auch auf dem ganzen Haar angewendet werden, auch bei wiederholter Benützung.

Bei dauerhaften Colorationen kann man davon ausgehen, dass die Haare nachhaltig Farbe abbekommen, sodass beim Herauswachsen nur der Ansatz behandelt werden muss. Wichtig zu wissen: Je nach Haartyp und –struktur kann auch eine eigentlich auswaschbare Farbe durchaus länger halten, als die Packung verspricht: Wer besonders trockenes Haar hat, oder viele weisse Haare, sollte sich dessen bewusst sein.

Wenn du dir noch unsicher bist, wählst du lieber erst einmal eine Tönung (Soft-Coloration), um auch die richtige Nuance zu finden!

 

Farbwahl

Je grösser die Farbveränderung von der Ausgangsfarbe zum Wunschton ist, etwa von dunkelbraun zu blond, desto anspruchsvoller ist das DIY-Verfahren – in solchen Fällen ist es ratsam, dies beim Profi machen zu lassen. Wer aber zwei bis drei Nuancen heller oder dunkler gehen möchte, kann dies gut zu Hause machen. Jede gängige Colorations-Marke hält hierfür auf der Packung eine kleine Farbskala bereit, sodass das Ergebnis besser eingeschätzt werden kann – und es lohnt sich sehr, diese genau zu studieren und seine Naturhaarfarbe richtig einzuschätzen.

Wer helle, eher rosa- oder blaustichige Haut hat, wird mit kühlen Farbtönen ein schönes, schmeichelhaftes Ergebnis erzielen. Wer hingegen einen Olive-Teint hat, wählt besser warme Farbtöne mit Gold- oder Rotstich. Bei Unsicherheit gilt auch hier: Lieber nur ein bis zwei Nuancen heller oder dunkler wählen oder auf eine ähnliche Farbe setzen, die einen Gold- oder Silberglanz ins Haar zaubert.

Hier haben wir selbst an mittelbraunem, noch nie coloriertem Haar die «I am Soft Coloration» (Semi-Permanente) im Farbton 345 Kastanie angewendet. Das Ergebnis? Ein schöner, zart kupferfarbener Schimmer und erstaunlicher Glanz.

 

Haare vorher

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Haare nachher

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Anwendungs-Tipps

Unbedingt die Gebrauchsanweisung genau befolgen; insbesondere Allergietests sind hier ganz wichtig. Bist du sicher, dass du die gewählte Farbe gut verträgst, kannst du loslegen! Erst das Badezimmer und die Kleidung «farbsicher» machen – also ein altes, dunkles T-Shirt tragen und keine helle Frotteewäsche benützen. Beim Auftragen Scheitel für Scheitel vorgehen und die Farbe mit einem grobzinkigen Kamm gut im Haar verteilen.

Die Einwirkzeit ist je nach Haartyp und Wunschergebnis sehr unterschiedlich. Beim erstmaligen Colorieren solltest du die Farbe eher kürzer auf dem Haar lassen. Nach dem Auswaschen die beigelegte Pflegespülung unbedingt anwenden, um die Farbe im Haar einzuschliessen und besonders viel Glanz hinzukriegen.

 

Die Pflege danach

Du freust dich über deine neue Haarfarbe? Mit sulfatfreien Shampoos sorgst du dafür, dass die Farbe nicht zu schnell aus dem Haarschaft gezogen wird – und wer nach der Wäsche das Haar kühl spült, erhält den Glanz noch besser. Falls du in die Badeferien fährst, solltest du unbedingt auch dein Haar vor UV-Strahlung schützen mit einem Sonnenschutz-Produkt für die Haare oder einem Hut, da Sonne und Chlorwasser respektive Meerwasser die Farbe schneller verblassen lassen.


Steffi vom Migros Beauty Team, publiziert am 2.8.2016