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In der Hitze der Tage

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Es ist Sommer und hoffentlich richtig heiss. Dass dabei auch tüchtig geschwitzt wird, ist klar und gesund. Dabei lässt sichs gut frisch bleiben – ganz ohne Aluminiumsalze.

Sommerzeit ist Sinnlichkeit pur. Für mich. Natürlich wird es hierzulande nicht ganz so tropisch warm wie in anderen Regionen dieser Welt (ausser man spaziert gerade durch die Masoala-Halle des Zoos in Zürich), aber eben doch heiss. Und dass unser Körper dann bei seiner wärmeregulierenden Tätigkeit ins Schwitzen gerät, ist  natürlich, überlebenswichtig und eine sinnliche Erfahrung noch dazu. 

Frischer Schweiß ist völlig geruchlos und erst sein Abbau auf der Haut sorgt für den typisch beissenden Geruch. Antitranspirantien sind deshalb so beliebt, da die darin enthaltenen Aluminium-Salze die Schweissdrüsen verengen und so das Schwitzen verringern. Aluminiumsalze stehen jedoch bereits länger im Verdacht, sich im Körper abzulagern und uns auf Dauer krank zu machen. Deswegen sind viele Deos der neuen Generation frei von Aluminiumsalzen - die der Naturkosmetik-Abteilung sowieso. Sie setzen wieder vermehrt auf die antibakteriell wirkende, Schweiss hemmende sowie parfümierende Kraft unbedenklicherer Inhaltsstoffe wie Extrakten aus Salbei, Pfefferminze oder Zitrusfrüchten. Wobei sich immer mehr Menschen auch ihre eigenen, antitranspirant wirkenden Deos zusammenmixen. Und zwar ebenfalls aus unbedenklichen und kostengünstigen Zutaten. Meist enthält die Paste dabei Natron, Speisestärke (Mais), Kokosöl plus ein bis zwei Tropfen eines ätherischen Öls nach Wahl, beliebt sind etwa Lavendel oder Teebaum. Und wer den Körper bei sehr starkem Schwitzen auch innerlich unterstützen möchte, testet Frischpflanzen-Salbei-Tropfen und trinkt viel, etwa stilles Mineralwasser mit kühlender Bio-Pfefferminze. Dazu einfach gewaschene Stiele oder Blättchen in den Wasserkrug geben und aufgiessen. 

Tipp: Der kneippsche Espresso – oder das kalte Sommer-Armbad:

Ein kaltes Armbad ist der «koffeinfreie Ice-Espresso» der Naturheilkunde. Es ist perfekt an heissen Tagen, da es schön erfrischt und uns sofort physisch und geistig aufweckt. Zudem wirkt er blutdruckregulierend, durchblutungsfördernd und hilft sogar bei Kopfschmerzen und nervöser Herztätigkeit.

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Der «kneippsche Ice-Espresso», Illustration von Isolde Burtscher (für Kneipp)

Anwendung: Ein Lavabo oder eine kleine Wanne mit kaltem Wasser füllen. Das Wasser kann so kalt wie möglich sein, denn an den Armen verträgt man relativ kühle Temperaturen. Das Gefäss sollte nicht zu flach sein, da die Arme bis zur Mitte der Oberarme eingetaucht werden. Achtung: Nicht bereits kalte Hände in das kalte Wasser eintauchen, da dies wie ein Schock wirken könnte. Wenn nötig, Hände vorher wärmen. Dann erst den rechten und danach den linken Arm mit der Hand voraus bis Mitte Oberarm eintauchen und sanft in Bewegung halten. Dies während 6 bis 30 Sekunden, denn danach folgt der Kälteschmerz. Die Arme herausnehmen und nicht abtrocknen, sondern nur etwas abstreichen und für die Wiedererwärmung bekleiden oder bewegen.

 


Kristina vom Migros Beauty Team, publiziert am 4.8.2016