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Kleine Ruhestifter

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Ein potentes Schälchen: Glücksbeeren (Goji-Beeren) und getrockneter «Heiliger Basilikum» (Tulsi). Ebenfalls im Bild: der Harmonie-Tee mit Tulsi und Zitronengrass von Alnatura.

 

Sie sollen uns in Balance halten: Adaptogene. Und wer entspannt ist, ist auch schöner. Die Extrakte aus Beeren, Kräutern, Pilzen und Wurzeln gelten deshalb auch als die neuen Beauty-Foods.

Sie sind klein, aber sollen die geheime Kraft besitzen, uns stressresistenter zu machen: Adaptogene. Und was uns entspannt, macht uns auch schöner. Adaptogene werden aus diesem Grund in der Food- und Wellbeing-Branche als die neuen «Superfoods» oder gar «Beauty-Foods» gehandelt. Dabei finden die adaptogen wirkenden Extrakte aus Beeren, Kräutern, Pilzen und Wurzeln bereits seit Jahrtausenden Verwendung. Etwa in der traditionellen chinesischen Medizin oder im Ayurveda, der traditionellen Gesundheitslehre aus Indien.

Die Bezeichnung Adaptogen stammt dabei von dem lateinischen Verb «adaptare», was «sich anpassen» bedeutet. Pflanzliche Adaptogene werden als Substanzen definiert, welche die körperliche Widerstandsfähigkeit bei Stress unspezifisch erhöhen können und den Körper gleichzeitig weniger sensibel auf Stressoren reagieren lassen. Und ja, die Extrakte halten auch in die Kosmetik Einzug, vor allem als regenerative Anti-Aging-Wirkstoffe.


Kraft der Ruhe hoch 3

Fast unbemerkt haben sich adaptogen wirkende Inhaltsstoffe bereits in unseren Alltag eingeschlichen. Zum Beispiel Tulsi, das «Heilige Basilikum», oder Süssholz. Beide sind immer öfters in Tee-Mischungen zu finden. Ebenfalls eine adaptogene Wirkung besitzen Goji-Beeren, die sogenannten Glücksbeeren, die als Snack genossen oder Smoothies beigemischt werden können und schon seit einer Weile als Superfood gelten.

 

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Ganz entspannt: Sweet Chai, eine ayurvedische Tee-Mischung von Yogi Tea, enthält unter anderem Süssholz aus kontrolliert ökologischem Anbau. Ebenfalls im Bild: eine Bio-Süssholzstange zum Kauen.

 

Die «Glücksbeere» (Goji-Beere)

Die Goji-Beere wird seit Jahrtausenden in der traditionellen Chinesischen Medizin in Form eines nährenden Tonikums angewendet. Verwendung im Alltag: Die getrockneten Glücksbeeren können wie Rosinen als Snack oder als Tee genossen werden. Oder man kocht sie mit Reis mit.


Das «Heilige Basilikum» (Tulsi)

Das heilige Basilikum, in Hindi «Tulsi», ist eine in Asien sehr verbreitete Pflanze. Es wird dort in vielen Vorgärten für den täglichen Konsum angepflanzt. Tulsi gilt seit geschätzten dreitausend Jahren als eines der wichtigsten und heiligsten Kräuter Indiens. So spielt es etwa auch bei religiösen Zeremonien eine grosse Rolle. Verwendung im Alltag: als Tee oder als Gewürz.


Das «Echte Süssholz»

Die Süssigkeit Lakritze enthält den Wurzelextrakt von Süssholz, einem Strauch. Süssholz wird heute in Europa vor allem in Spanien und Italien angebaut. Im alten China galt der Wurzelextrakt als eines der kraftvollsten Stärkungsmittel. Verwendung im Alltag: Aas Zusatz in Tees oder als Lakritze.

Übrigens: Menschen mit hohem Blutdruck und Schwangere sollten echtes Süssholz nur in Absprache mit einem Arzt verwenden, da es die körpereigene Kortisol-Produktion anregen kann.


Die Migros ist übrigens bereits daran, ein Gesichtsprodukt mit Goji-Beeren in die Läden zu bringen. Im Mai wird es soweit sein. Bis dahin: Goji-Beeren essen, Tulsi-Tee trinken und abwarten.


Kristina vom Migros Beauty Team, publiziert am 26.01.2017